HINTERGRUNDINFORMATION ÜBER BANDWÜRMER

Der Bandwurm

Bandwürmer leben im Darm Ihres Haustieres. Ein erwachsener Bandwurm besteht aus einer Aneinanderreihung von kleinen miteinander verbundenen Wurmteilen, die sogenannten „Proglottide“ oder Bandwurmglieder. Es gibt verschiedene Bandwürmer die als Parasit in verschiedenen Tiergattungen leben können. Auch Menschen können sich mit einem Bandwurm infizieren.

Man kann den Bandwurm in zwei Gruppen einteilen:



Bandwurm
Bandwurm


Ansteckungsquellen und Übertragungsart

Der Bandwurm, den man bei Hunden und Katzen findet, wird von Flöhen übertragen. Ein wichtiger Faktor um Bandwurmbefall vorzubeugen, ist Ihr Haustier flohfrei zu halten. Flöhe legen ihre Eier im Fell Ihres Tieres. Wenn Ihr Tier sich leckt oder putzt, landen diese Eier in den Darm, und wachsen dort zu einem erwachsenen Bandwurm heran. Der Kopf setzt sich in die Darmwand fest. Vom Rest fallen regelmäßig kleine Stückchen ab, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Früher gab es in den Niederlanden und Deutschland häufig Bandwürmer, vor allem bei Rindern und Schafen. Intensive Schlachthauskontrollen haben dafür gesorgt, dass dieser Parasit schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr in den Schlachthäusern gesehen wurde. Außerdem füttern wir unsere Hunde meistens mit Trockenfutter und (sterilisiertem) Dosenfutter.

In Europa sind die Füchse schon seit vielen Jahren die Träger des kleinen Fuchsbandwurms. Ganz selten gibt es eine Ansteckung beim Menschen, bei der Katze oder beim Hund.
1997 wurde der Fuchsbandwurm auch in den Niederlanden gefunden, vor allem in Sud-Limburg und Groningen. In Deutschland ist der kleine Fuchsbandwurm nahezu überall präsent, wobei allerdings die Befallsrate der Füchse von Südwest nach Nordost deutlich abnimmt.
Es gibt die Tendenz, dass die Befallsrate bei Füchsen immer mehr zunimmt und sich hiermit auch die Ansteckungsgefahr für Menschen, Katzen und Hunde erhöht.

Hundebandwurm Katzenbandwurm
Ei vom Hundebandwurm
Ei vom Katzenbandwurm


Krankheitsbild bei Menschen

Bei Bandwurmbefall hat der Mensch manchmal nur etwas Bauchschmerzen.

Der kleine Fuchsbandwurm verursacht einen schlimmeren Krankheitsverlauf. Dieser ist abhängig von der Größe, Stelle und Wachstumsgeschwindigkeit des Bandwurmes. Vor allem an der Leber können große Schäden entstehen. Trotz allem kann es 5-15 Jahre dauern bis man deutliche Beschwerden bekommt. Wenn die Leber sehr angegriffen ist kann der Patient hierdurch möglicherweise sterben.


Krankheitsbild bei Tieren

Katzen und Hunde werden im Allgemeinen nicht ernsthaft krank. Der Bandwurm kann aber Durchfall verursachen. Manchmal erbrechen sie sich auch. Außerdem können Haustiere abmagern und nach längerer Zeit kann das Fell etwas stumpf werden. Ein Zeichen von Bandwurmbefall ist, wenn Ihr Tier anfängt „Schlitten zu fahren“ (mit seinem After über den Boden scheuert), und wenn Sie kleine Teile des Bandwurms im Kot finden. Nagetiere sterben häufig, wenn sie nicht behandelt werden. Dies kommt durch die große Menge an Bandwürmern, die durch Vermehrung allmählich im Körper entstehen.


Prävention

Es ist empfehlenswert, erwachsene Tiere 4-mal im Jahr mit einer Entwurmungsformel zu entwurmen. Das Mittel sollte alle Entwicklungsstadien (Eier, Larven und Bandwürmer) abtöten. Dies ist ein sogenanntes Breitspektrum-Entwurmungsmittel. Junge Tiere müssen viel häufiger entwurmt werden.

Falls Ihr Haustier sich mit einem Bandwurm infiziert hat, ist es ratsam, es auf Flöhe zu untersuchen. Falls Sie Flöhe entdecken, sollten diese bekämpft werden. Auch die Umgebung des Tieres muss flohfrei gemacht werden.

Den Fuchsbandwurm kann man nicht bekämpfen. Man kann nur das Risiko, dass man Eier aufnimmt, verringern. Deswegen wird davon abgeraten, rohe Beeren (z.B. Brombeeren) oder Pilze zu essen, die an Stellen wachsen, wo möglicherweise infizierte Füchse leben. Wenn man tote Füchse findet, sollte man sie nicht berühren.



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