Die Wirbelsäule besteht aus knöchernen Wirbeln. Zwischen zwei Wirbeln liegt jeweils eine Bandscheibe. Die Bandscheiben
funktionieren wie eine Art Stoßdämpfer und verleihen der Wirbelsäule außerdem eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten. Eine
Bandscheibe besteht aus einem festen äußeren Ring und einer gallertartigen Masse im Inneren.
Bei einem Bandscheibenvorfall kann der äußere Ring den Druck nicht mehr standhalten und der innere Teil wölbt sich nach
außen. Dadurch werden die in dem entsprechenden Gebiet laufenden Nerven eingeklemmt. Ein schwerer Bandscheibenvorfall kann
deshalb zu Lähmungen oder sogar zu einer Querschnittslähmung (durch Schädigung des Rückenmarks) führen. Der Hund kann
unwillkürlich Urin und/oder Kot verlieren. Dies ist ein Notfall: der Hund muss sofort operiert werden!
Obwohl manchmal das Wort "Dackellähme" benutzt wird, kommt der Bandscheibenvorfall gewiss nicht nur bei Dackeln vor!
Bei Katzen kommt ein Bandscheibenvorfall seltener vor als beim Hund.
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